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Mittwoch, 12. Februar 2014

Stuttgart - Tagblattturm 1920er von Ernst-Otto Oßwald


Stuttgart - Tagblattturm 1924-28 von Ernst-Otto Oßwald


Der Tagblatt-Turm in Stuttgart-Mitte in der Eberhardstraße 61 ist ein frühes Hochhaus und inzwischen zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Der Turm war von 1928 bis 1943 Sitz der Redaktion und des Verlags der namensgebenden Tageszeitung Stuttgarter Neues Tagblatt.

Der Architekt Ernst Otto Oßwald baute den Turm in den Jahren 1924–1928 gegenüber dem Kaufhaus Schocken als erstes Stuttgarter Hochhaus. Das Gebäude besitzt 18 Etagen bei einer Höhe von 61 m, womit es etwa so hoch war wie der Turm des alten Rathauses aus dem Jahre 1905. Der Tagblatt-Turm gilt als das erste in Sichtbeton ausgeführte Hochhaus Deutschlands. Gebildet ist das Gebäude aus zwei sich begleitenden schlanken Baukörpern und durch schmale Fensterbänder horizontal betont. Das Gebäude war zur Bauzeit wegen seiner modernen Architektur (Neues Bauen) sehr umstritten, gilt heute aber als hochrangiges architektonisches und stadtgeschichtliches Denkmal.

Der Name des Gebäudes führt auf die ursprüngliche, bis 1943 dauernde Nutzung durch das liberal-demokratische Neue Tagblatt zurück. Nach dem Krieg bis 1978 diente es in gleicher Weise der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.

Nach umfangreichen Umbauarbeiten an den umgebenden Gebäuden in den Jahren 2002 bis 2004 wurde der Tagblatt-Turm Namensgeber für die dort entstandene Kultur unterm Turm mit mehreren Theatern und Einrichtungen der Kulturpädagogik.

Seit 2005 ist der Turm mit einer Konturenbeleuchtung an den Außenkanten versehen, die aus rund 350 Meter Lichtfaserleitung besteht. Bereits bei der Einweihung des Gebäudes 1928 beleuchteten Neonröhren dessen Formen, diese wurden jedoch in den 1960er Jahren demontiert.

Der Bau gilt heute als eines der wichtigsten Zeugnisse des Neuen Bauens.

Ein weiteres Superlativ hatte der Turm: 1927 baute die Firma Stahl im Tagblatt-Turm den mit 15 Stockwerken seinerzeit höchsten Paternoster der Welt. Die Anlage wurde aber bereits in den 1960er Jahren durch zwei Personenaufzüge der Firma Füller&Knörzer ersetzt.

Stuttgart - Rothebühlplatz, Königsstrasse, Tagblatturm ca.1967

Bis in den 1970er Jahre in der Innenstadt ein unterirdisches Tunnelsystem entsteht, gehören die gelben Straßenbahnen zum Straßenbild dazu.

Der Rotebühlplatz liegt im Westen der Stuttgarter Innenstadt im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. An ihm kreuzen sich die Theodor-Heuss-Straße (B 27a), welche westlich des Platzes den Namen Rotebühlstraße trägt, und die Fritz-Elsass-Straße. Der Platz wird im Norden gesäumt vom Kulturzentrum Treffpunkt Rotebühlplatz, in dem unter anderem die Volkshochschule Stuttgart und die Stuttgarter Musikschule untergebracht sind. Westlich anschließend befindet sich der Rotebühlbau (die ehemalige Rotebühlkaserne), der mehrere Stuttgarter Finanzämter und einen Teil der Oberfinanzdirektion Karlsruhe beherbergt. Südlich des Platzes befindet sich das Büro- und Geschäftsgebäude City-Plaza, östlich die Calwer Passage.
Der Platz ist kein abgegrenzter Freiraum, sondern bezieht auch Straßenzüge mit ein. Nach Süden erstreckt sich der Rotebühlplatz bis zur Königstraße, nach Westen bis zur Abzweigung der Paulinenstraße.

Der Rotebühlplatz geht auf den Alten Postplatz zurück, wo sich einst eine Thurn-und-Taxissche Poststation befunden hatte. Als „alter“ Postplatz ist der Platz ab 1851 bekannt, als zwischen Fürsten- und Bolzstraße ein neues Postgebäude errichtet wurde. Die Planungen zur Umgestaltung des Platzes und der umliegenden Straßen reichen bis in die 1930er Jahre zurück. Seine heutige Gestalt erhielt der Platz dann in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine einst auf dem Platz befindliche historische Straßeninsel mit Jugendstilpavillon und Brunnen wurde erst in den frühen 1960er Jahren beseitigt.
Den Namen Rotebühlplatz erhielt die Straßenfläche am alten Postplatz 1960. Das einst dort befindliche Stadttor zur Calwer Chaussee war durch ein auffallendes rotes Heiligenbild geschmückt, weswegen das Tor von der Bevölkerung „Rotebildtor“ genannt wurde. Durch Lautverschiebung wurde aus dem roten Bild der rote Bühl.

Der Platz ist einer der zentralen Verkehrsplätze in der Stuttgarter Innenstadt. Die den Platz passierende B 27a ist am Rotebühlplatz Teil des Stuttgarter City-Rings.
Östlich des Platzes befindet sich die S-Bahn-Haltestelle „Stadtmitte“, die von sieben Stuttgarter S-Bahn-Linien bedient wird. Die S-Bahn unterquert den Rotebühlplatz in Ost-West-Richtung unter der Theodor-Heuss-/Rotebühlstraße im Tunnel der Verbindungsbahn. In Nord-Süd-Richtung wird der Platz von der Stuttgarter Stadtbahn unterquert. Insgesamt vier Stadtbahnlinien passieren den Platz auf ihrem Weg zwischen den Stationen Berliner Platz und Rathaus bzw. Österreichischer Platz.
Die Passage unter dem Rotebühlplatz zur Verbindung der U-Bahn und der S-Bahn wird auch Rotebühlpassage genannt. Sie beherbergt zahlreiche Läden und Gastronomien.