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Mittwoch, 12. Februar 2014
Dienstag, 11. Februar 2014
Stuttgart - Bahnhof, Arnulf-Klett-Platz 1961 (Hindenburgplatz)
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| Der denkmalgeschützte Bahnhofsbau von Bonatz. Hier kurz nach seiner Eröffnung im Jahre 1922. |
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| Eine etwas unübersichtlche Verkehrslage Im Jahr 1961 auf dem Bahnhofsplatz, dem heutigen Arnulf-Klett-Platz. |
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| Auch am Hauptbahnhof kreuzen 1967 noch die Straßenbahnen - und nur wenige Meter hinter dem Verkehrsknotenpunkt wächst der Wein auf dem Kriegsberg bis in die Stadt hinein. |
Der Arnulf-Klett-Platz ist ein Platz in Stuttgart. Er fungiert als Bahnhofsvorplatz für den Stuttgarter Hauptbahnhof und ist benannt nach dem ehemaligen Stuttgarter Oberbürgermeister Arnulf Klett.
Der Platz wird durchquert von bis zu sieben Fahrspuren. Als Teil des Stuttgarter City-Rings verbindet er die Heilbronner Straße/Friedrichstraße (B 27) mit der Konrad-Adenauer-Straße/Willy-Brandt-Straße (B 14).
Der Arnulf-Klett-Platz erstreckt sich in Ost-West-Richtung. Im Norden
wird er nahezu komplett flankiert vom denkmalgeschützten Gebäude des
Stuttgarter Hauptbahnhofs. Die Südseite des Platzes prägt neben dem Steigenberger Hotel Graf Zeppelin vor allem der Hindenburgbau. Im Südosten mündet die Königstraße in den Arnulf-Klett-Platz. Gegenüber befindet sich der Eingang in den Mittleren Schlossgarten. Nach Osten geht der Platz in die Schiller-Straße über.
Seit 1976 befindet sich unter dem Arnulf-Klett-Platz die Klett-Passage.
Sie beinhaltet eine Ladenpassage mit 22 Geschäften und dient
gleichzeitig als Verbindung zwischen Hauptbahnhof, Fußgängerzone, S-Bahn und Stadtbahn. Als Namensteil der Stadtbahnhaltestelle Hauptbahnhof (Arnulf-Klett-Platz) ist der Platz Teil des wichtigsten Knotenpunkts im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart.
Unter dem Platz, der seinerzeit noch Hindenburgplatz hieß, wurde 1940 ein Tiefbunker als öffentlicher Luftschutzraum und mit Zugängen vom Hauptbahnhof und vom Hindenburgbau
aus errichtet. In diesem Bunker starben am 8. Oktober 1943 36 Menschen
infolge eines Luftangriffes, von denen die überwiegende Zahl ertrank,
nachdem eine Wasserleitung zu Bruch gegangen war. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges
diente er als Gaststätte, ein Kino war ebenfalls darin untergebracht.
Beim Bau des Straßenbahntunnels und der Klett-Passage ab 1970 wurde der
Bunker endgültig zerstört.
Der Platz trug bis 1976 den Namen Schiller-Straße. Nach Abschluss der
Umbauarbeiten infolge der Tieferlegung der Stadtbahn und der Eröffnung
der Ladenpassage wurden sowohl Platz als auch Passage nach dem zwei
Jahre zuvor verstorbenen langjährigen Oberbürgermeister Klett benannt.
Von 2001 bis 2007 hieß ein Stadtteil in diesem Bereich der Innenstadt Klettplatz, seither ist der Name des Stadtteils Hauptbahnhof.
Mitte März 2013 begannen die Vorbereitungen für den Umbau des Platzes für Stuttgart 21,
die am 5. Mai 2013 in Betrieb gehen sollen. Durch die Umlegungen soll
in der Mitte der Heilbronner Straße in drei Baustufen bis Oktober 2013
Platz für ein Baufeld in der Mitte der Straße geschaffen werden. Die
Kreuzung wird werktäglich von über 100.000 Fahrzeugen befahren.
Arnulf Klett (*1905 in Stuttgart; †1974 auf der Bühlerhöhe/Schwarzwald) war von 1945 bis 1974 Oberbürgermeister von Stuttgart. Er war der am längsten amtierende Oberbürgermeister der Stadt.
Bei der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit der Einführung der Stadtbahn
wurden der neu entstandene Platz und die unterirdische Passage, die den
Hauptbahnhof mit der Innenstadt, der U-Bahn-Station und der S-Bahn-Station verbindet, im Jahr 1976 nach Arnulf Klett benannt als Arnulf-Klett-Platz.
Stuttgart - Fassade alter Bahnhof
Der Standort des Stuttgarter Hauptbahnhofs war bis 1922 an der
Schloßstraße (die im betreffenden Abschnitt heute Bolzstraße heißt),
nahe dem Schloßplatz. Dort wurde von Baurat Karl Etzel als erster Bahnhofsbau ein viergleisiger Kopfbahnhof zur Eröffnung der württembergischen Zentralbahn gebaut, die in zwei Ästen nach Ludwigsburg und nach Esslingen führte.
Der Bahnhof fiel in der Bebauung der damaligen Schloßstraße nicht
weiter auf. Eine hölzerne Halle überspannte vier Gleise. Der erste Zug
fuhr am 26. September 1846, von Cannstatt kommend, ein. Bis 1854 war die erste Phase des Bahnbaus im Königreich Württemberg mit Strecken nach Heilbronn, Bretten, Ulm und Friedrichshafen abgeschlossen (siehe auch: Geschichte der Eisenbahn in Württemberg).
Wegen des immer stärkeren Verkehrsaufkommens wurde dieser erste Bahnhof zwischen 1863 und 1868 durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. Die Oberbauräte Klein, Morlok, Abel und der spätere Stadtbaurat Adolf Wolff
schufen diesen als achtgleisigen Bahnhof mit Prunkfassade und Bögen im
Renaissance-Stil. Teile der ehemaligen Bahnhofsfassade sind heute in
einen Veranstaltungs- und Kinokomplex (Metropol) integriert.
Am 28. Oktober 1908 fuhr der D 38 von Berlin nach Zürich verspätet, mit überhöhter Geschwindigkeit und bei Glatteis in den Bahnhof ein. Die Lok überfuhr den Prellbock und kam erst im Bahnpostbüro
zum Stehen. Dort wurde ein Mitarbeiter verletzt, die anderen konnten
sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Da nur die Lokomotive, nicht die
Wagen entgleisten, konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Als sich die
für die Steigungen der Gäubahn erforderliche Schiebelokomotive im Bahnhof Stuttgart West hinter den Zug setzen wollte, tat sie das mit zu viel Schwung: Dessen letzter Wagen entgleiste. Vermindert um diesen letzten Wagen setzte der Zug seine Fahrt nach Zürich fort.
Stuttgart - Eingangshalle alter Bahnhof
Der Standort des Stuttgarter
Hauptbahnhofs war bis 1922 an der
Schloßstraße (die im betreffenden Abschnitt heute Bolzstraße heißt),
nahe dem Schloßplatz. Dort wurde von Baurat Karl Etzel als erster
Bahnhofsbau ein viergleisiger Kopfbahnhof zur Eröffnung der
württembergischen Zentralbahn gebaut, die in zwei Ästen nach Ludwigsburg
und nach Esslingen führte.
Der
Bahnhof fiel in der Bebauung der damaligen Schloßstraße nicht
weiter auf. Eine hölzerne Halle überspannte vier Gleise. Der erste Zug
fuhr am 26. September 1846, von Cannstatt kommend, ein. Bis 1854 war die
erste Phase des Bahnbaus im Königreich Württemberg mit Strecken nach
Heilbronn, Bretten, Ulm und Friedrichshafen abgeschlossen (siehe auch:
Geschichte der Eisenbahn in Württemberg).
Wegen
des immer stärkeren Verkehrsaufkommens wurde dieser erste Bahnhof
zwischen 1863 und 1868 durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt.
Die Oberbauräte Klein, Morlok, Abel und der spätere Stadtbaurat Adolf
Wolff
schufen diesen als achtgleisigen Bahnhof mit Prunkfassade und Bögen im
Renaissance-Stil. Teile der ehemaligen Bahnhofsfassade sind heute in
einen Veranstaltungs- und Kinokomplex (Metropol) integriert.
Am
28. Oktober 1908 fuhr der D 38 von Berlin nach Zürich verspätet, mit
überhöhter Geschwindigkeit und bei Glatteis in den Bahnhof ein. Die Lok
überfuhr den Prellbock und kam erst im Bahnpostbüro
zum Stehen. Dort wurde ein Mitarbeiter verletzt, die anderen konnten
sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Da nur die Lokomotive, nicht die
Wagen entgleisten, konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Als sich die
für die Steigungen der Gäubahn erforderliche Schiebelokomotive im
Bahnhof Stuttgart West hinter den Zug setzen wollte, tat sie das mit zu
viel Schwung: Dessen letzter Wagen entgleiste. Vermindert um diesen
letzten Wagen setzte der Zug seine Fahrt nach Zürich fort.
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